Diesem Leitgedanken sind wir verpflichtet. Als Stadtmöblierer und Außenwerber sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Opfer des Nationalsozialismus und die Diktatur selbst nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, damit auch für nachfolgende Generationen die Vergangenheit begreifbar bleibt.
In Berlin gibt es neben den bekannten Denkmalen der Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus zahlreiche Orte, die auf Praxis und Alltag der NS-Diktatur verweisen. Als Stadtmöblierer ist es unsere Aufgabe, diese Orte sichtbar zu machen. Dafür stellen wir kostenlos und dauerhaft Stadtmöbel und Flächen zur Verfügung. Eigens angebrachte Tafeln informieren über die nationalsozialistischen Verbrechen und deren Opfer. Wir tragen die gesamten Projektkosten und übernehmen mit eigenen Servicemitarbeitern die regelmäßige Reinigung und Wartung der Mahnorte. Unser Unternehmen verwirklichte bereits neun Mahnorte: in der Kurfürstenstraße 115/116, in der Franzensbader Straße 7–8, in den Wartehallen in der Varian-Fry-Straße, am Eichborndamm 179, in der Tiergartenstraße 4, am Kurfürstendamm 140–143, am Guernicaplatz und in der Skutaristraße sowie der Kurstraße.
Erinnerung erhalten bedeutet für uns, Verantwortung wahrzunehmen. Daher setzen wir uns für eines der zentralen Mahnmale der Erinnerung an den NS-Terror ein: das Denkmal zur Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz in Berlin-Mitte. Wir übernehmen die Kosten für die Pflege und Wartung des Mahnmals inklusive der Lüftungsanlage, die Stromversorgung und den regelmäßigen Austausch der Spezialglasplatte. Das in den Boden eingelassene Mahnmal des Künstlers Micha Ullman zeigt eine Bibliothek mit leeren Regalen und erinnert an die Bücherverbrennung auf dem August-Bebel-Platz zur Zeit des Dritten Reichs. Nationalsozialistische Studenten verbrannten hier am 10. Mai 1933 rund 30.000 Bücher von Hunderten von Schriftstellern. Dem Feuer fielen Werke von Wissenschaftlern wie Albert Einstein und Sigmund Freud, Dichtern wie Bertolt Brecht, Alfred Döblin, Stefan Zweig und Ricarda Huch und politischen Autoren wie Karl Marx, August Bebel, Eduard Bernstein, Hugo Preuß und Walter Rathenau zum Opfer.
Wir fühlen uns der Förderung des jüdischen Lebens in Deutschland verpflichtet. Dazu zählt für uns besonders Chanukka, auch Lichterfest genannt. Dies ist ein acht Tage dauerndes, jährlich gefeiertes jüdisches Fest zum Gedenken an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 v. Chr. Es beginnt jeweils am 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember). Wir begleiten die wichtigen Feiertage mit einer Plakatkampagne in ganz Berlin und der Finanzierung und Aufbau des 10m hohen Chanukka Leuchters am Brandenburger Tor.
Wir setzen uns für Akzeptanz und gegen Antisemitismus ein. Zur Großkundgebung unter dem Motto „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ des Zentralrats der Juden in Deutschland am 14. September 2014 am Brandenburger Tor in Berlin stifteten wir dem Zentralrat kostenlos 500 Werbeflächen in ganz Berlin für den Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration. Die Plakate waren an unseren Wartehallen und Stadtinformationsanlagen zu sehen.
„Ich lebe noch!“, unter diesem Motto stand die Plakatkampagne der Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft, die sich gegen das Vergessen der Opfer des Nationalsozialismus wendet. Die Überlebenden des Zweiten Weltkrieges erhalten ein Gesicht im öffentlichen Raum: 38 digitale City Light Boards und bis zu 500 City Light Poster haben eindrücklich in ganz Berlin die Menschen und ihre Geschichte gezeigt. Die Plakatflächen haben wir kostenfrei zur Verfügung gestellt und damit ein Zeichen gegen das Vergessen von Kriegsopfern und Zwangsarbeitern gesetzt.