Am 27. Februar 1943 fand die „Fabrik-Aktion” statt, bei der Tausende Jüdinnen und Juden an ihren Zwangsarbeitsstätten verhaftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wurden. In Berlin waren auch viele in sogenannter Mischehe Lebende darunter, die im Sammellager in der Rosenstraße 2-4, dem ehemaligen Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, interniert wurden. Als ihre Angehörigen, vorwiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befanden, harrten sie tagelang vor dem Gebäude aus – bis zu deren Freilassung.
Auf zwei Litfaßsäulen in der Rosenstraße, die von der Wall AG zur Verfügung gestellt werden, wird dem Protest im Jahr 1943 gedacht. Anschaulich zeigen und erklären sie die Hintergründe der Widerstandsaktion. Beide Säulen waren stark sanierungsbedürftig. Das Berliner Unternehmen hat nun die umfassende Restaurierung übernommen.
Während der heutigen Gedenkfeier wurden die Säulen der Öffentlichkeit übergeben. Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, erklärt hierzu: „Schon seit Jahren kooperieren wir eng mit der Stiftung Topographie des Terrors, um an die NS-Zeit, aber auch an die mutige Auflehnung dagegen zu erinnern. Für uns als Berliner Unternehmen war es daher selbstverständlich, die Sanierung der beiden Dokumentationssäulen zu organisieren, damit die Mahnung an diese schreckliche Zeit, aber auch die Erinnerung an den Widerstand einen würdigen Ort haben.“
„Berlin verdankt Daniel Wall und seinem Vater Hans Wall engagierte Unterstützung bei der Markierung wichtiger Orte in Berlin. Der Protest in der Rosenstraße bleibt für immer ein mutiges Dokument des Widerstands in der Zeit des nationalsozialistischen Terrors. Authentische Orte werden so zu lebendiger Erinnerung, so als würden die Zeitzeugen zu uns sprechen“, so Prof. Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.
Weitere Ortsmarkierungen der Stiftung Topographie des Terrors mit Unterstützung der Wall AG: