Der Wall-Konzern, internationaler Spezialist für Stadtmöblierung und Außenwerbung, legte heute die konsolidierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 vor. Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, bei dem trotz erster spürbarer Einflüsse der Finanz- und Wirtschaftkrise langfristige Vertragsabschlüsse im In- und Ausland die Wettbewerbsposition des Unternehmens gestärkt haben. Im Herbst 2008 entschied Wall die Ausschreibung der Stadt Münster zur Stadtmöblierung mit einer 15-jährigen Vertragslaufzeit für sich. Bestehende Verträge mit der ECE-Gruppe und der Landeshauptstadt Potsdam wurden verlängert. Auch in der Türkei konnte der Konzern seine Markstellung durch den Gewinn der Ausschreibung der Stadt Konya ausweiten und ist damit die Nummer 2 auf dem türkischen Außenwerbemarkt.
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich 2008 im Wesentlichen aufgrund weiterer Investitionen in Stadtmöblierung auf € 214,1 Mio. nach € 197,8 Mio. im Vorjahr. In die Modernisierung und den Neuaufbau von Werbeanlagen flossen insgesamt € 8 Mio., davon € 4,1 Mio. nach Berlin. Auf den U-Bahnhöfen der Hauptstadt wurden sämtliche Werbevitrinen im City Light Poster-Format durch Plakatvitrinen der Designlinie Intelligent Series ersetzt und teilweise mit Wechslertechnik ausgestattet. Damit vermarktet Wall rund 1.000 CLP-Werbeflächen in den wichtigsten U-Bahnhöfen. Weiterhin wurden 200 traditionelle Litfaßsäulen mit einem Beleuchtungskranz ausgerüstet, der im Vergleich zur bisherigen Beleuchtung eine Energieersparnis von rund 85 % bewirkt und dennoch die Säule bei Dunkelheit vom Kopf bis zum Sockel gleichmäßig ausleuchtet.
Die beginnende Finanz- und Wirtschaftkrise führte zu einem zurückhaltenden Buchungsverhalten der werbenden Wirtschaft. Der Konzernumsatz 2008 verminderte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig um € 3,3 Mio. (2,8%) auf € 114,7 Mio.
Das EBITDA erreichte € 29,5 Mio. nach € 33,0 Mio. im Vorjahr. Die EBITDA-Marge des Konzerns bildete sich geringfügig auf 25,7% (i. Vj. 27,9%) zurück. Auf Konzernebene wurde ein operativer Cash-Flow in Höhe von € 18,7 Mio. erzielt. Der Wall Konzern weist mit einer Eigenkapitalquote von 34,5% weiterhin ein hohes Eigenkapital aus.
Erstes Halbjahr 2009 und Ausblick
Im 1. Halbjahr 2009 konnte sich auch der Wall Konzern nicht dem allgemeinen Markttrend entziehen. Die Nettoumsatzerlöse des Konzerns sanken im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 6,5 Mio. auf € 46,7 Mio., dies entspricht einem Rückgang um 10,8 %. In der Peer-Group der Außenwerber schneidet der Wall Konzern damit vergleichsweise am besten ab, was auf einen hervorragend auf die aktuellen Marktanforderungen ausgerichteten Vertrieb zurückzuführen ist.
Zum Jahreswechsel 2008/2009 hat sich die Wall AG durch eine Neuordnung der Vertriebsorganisation auf die möglichen Einflüsse einer konjunkturellen Eintrübung ausgerichtet. Der Vorstand wurde auf drei Mitglieder verkleinert. Der Vorstandsvorsitzende Daniel Wall übernahm die Leitung der Vorstandsbereiche Vertrieb, Marketing und strategische Unternehmensentwicklung. Auch seine Auslandsgeschäfte hat das Unternehmen neu sortiert und entschieden, den amerikanischen Markt zu verlassen und sich auf die Türkei und Osteuropa noch stärker als bisher zu konzentrieren.
Durch die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft, der Wall mobiliare GmbH, die Stadtmöbel an Städte und Gemeinden, Projektentwickler, Landschaftsgestalter u.a. verkauft, sowie durch die Beteiligung an der nextbike GmbH, einem Fahrradverleihsystem, erschließt sich die Wall AG neue Marktsegmente.
Da die Außenwerbung in Deutschland nicht gleichermaßen stark wie die anderen Werbemedien von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen ist, rechnet die Wall AG für 2009 mit einem Umsatzrückgang von ca. 10% gegenüber dem Vorjahr. Für die 100%-ige Tochtergesellschaft der Wall AG, DIE DRAUSSENWERBER GmbH, die für den lokalen Berliner Markt zuständig ist, wird mit einem nahezu stabilen Umsatz gerechnet. Das Unternehmen wird im laufenden Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von € 10,4 Mio. tätigen.
Mittelfristig werden zwei Trends die Entwicklung der Außenwerbung im Vergleich zu anderen Werbemedien entscheidend begünstigen: Die zunehmende Mobilität der Bevölkerung, die Außenwerbung wegen ihrer Reichweitenstärke immer interessanter macht, sowie Innovationen, an denen die Wall AG im Bereich der Digitalisierung von Werbung und Informationsbereitstellung im öffentlichen Raum arbeitet. Hierin sieht das Unternehmen Chancen für eine weitere Verbesserung der Marktstellung in Deutschland wie auch international.
Key-Facts für den Wall-Konzern: