Das Bezirksamt Berlin-Mitte und die Wall AG haben die Vereinbarung zur Pflege des Mahnmals zur Bücherverbrennung in Berlin um fünf Jahre verlängert. Die Wall AG setzt ihr bereits seit 1996 bestehendes Engagement für den Gedenkort auf dem Berliner Bebelplatz somit bis 2016 fort. Im Rahmen der Vereinbarung übernimmt der Stadtmöblierer und Außenwerber die Kosten für die Pflege und Wartung des Mahnmals inklusive der Lüftungsanlage, die Stromversorgung und den regelmäßigen Austausch der Spezialglasplatte.
Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung in Berlin-Mitte, und Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, haben heute nach regenreichen Sommermonaten, die eine starke Verschmutzung der Glasplatte zur Folge hatten, die neue Glasplatte des Mahnmals öffentlich enthüllt. Berliner Bürger und Besucher der Stadt können nun wieder einen freien Blick auf die unterirdische Bibliothek werfen, in der leere Regale an die Plünderung der Alten Bibliothek und Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz zur Zeit des Dritten Reichs erinnern.
Für Daniel Wall ist die Verlängerung des Engagements selbstverständlich: „Berlin ist eine Stadt voller Geschichte. Als Stadtmöblierer ist es uns wichtig, dass sowohl positive wie negative Ereignisse der Stadtgeschichte authentisch im Stadtbild widergespiegelt werden. Das Mahnmal zur Bücherverbrennung ist so ein besonderer Ort. Für den Erhalt dieses eindrucksvollen künstlerischen Mahnmals engagieren wir uns daher selbstverständlich auch weiterhin.“
Das Mahnmal zur Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz in Berlin erinnert an authentischer Stelle an den 10. Mai 1933, an dem nationalsozialistische Studenten die Alte Bibliothek plünderten und mehr als 20.000 Bücher von Hunderten von Schriftstellern in der Mitte des Platzes verbrannten. Der Entwurf für das unterirdische Mahnmal stammt vom israelischen Künstler Micha Ullman. Eingeweiht wurde das Mahnmal zur Bücherverbrennung am 20. März 1995.
Key-Facts für den Wall-Konzern: