23.09.2008 | Unternehmen

Ströer/DSM torpediert im Nachhinein Ausschreibungsverfahren in Münster

Im Vorfeld zur morgen erwarteten Ratsentscheidung zur Neuvergabe der städtischen Werberechte griff der Vorstandsvorsitzende der Ströer AG, Udo Müller, die Wall AG mehrfach gegenüber den Medien an, indem er unter anderem verbreitete, dass der Berliner Spezialist für Stadtmöblierung und Außenwerbung keine eigene Designlinie für Münster entworfen habe. Obwohl das Ausschreibungsverfahren noch nicht offiziell beendet ist, sieht sich die Wall AG gezwungen, öffentlich gegen die Vorwürfe Stellung zu beziehen.

Die Wall AG beauftragte das renommierte Architekturbüro Kleihues + Kleihues mit der Entwicklung einer Designlinie passend für Münster. Das Büro war sowohl durch den Bau der Münster-Arkaden als auch seinem Zweitsitz in der Stadt Münster geradezu prädestiniert für den Auftrag. Die Architekten betrieben hierfür gezielt Stadtbildanalysen. Die Ergebnisse der Analyse flossen in den Gestaltungsentwurf ein, der Farben- und Gebäudegrundrisse der Stadt Münster in seinem Design widerspiegelt. Das Design ist rechtlich für Wall geschützt und steht auf Wunsch der Stadt exklusiv zur Verfügung.

"Ein faires und öffentliches Verfahren einer deutschen Großstadt wird massiv durch das Einwirken eines Wettbewerbers gestört", so Daniel Wall. "Ein Unternehmen, das in Deutschland eine nahezu dominante Stellung einnimmt, versucht jetzt mit allen Mitteln, den freien Wettbewerb zu verhindern und mit Verleumdungen den Mitbewerber zu diskreditieren. Die Ströer AG hat sich damit als potenzieller Partner für die Städte eindeutig disqualifiziert. Wir werden gegen die haltlosen Anschuldigungen sofort rechtliche Schritte einleiten und uns vorbehalten, Schadensersatzforderungen gegen Ströer zu stellen."

Seit 80 Jahren behauptet die DSM ihre Monopolstellung in der Stadt Münster, die laut Medienberichten zufolge erstmals gebrochen werden soll. Die DSM war im Jahre 2004 von der Kölner Ströer AG erworben worden. Bereits in Reutlingen und Freiburg klagte der Wettbewerber gegen den Ausschreibungszuschlag für die Wall AG. Da es ihm nicht möglich war, die von der Stadt gewünschte Designlinie anzubieten, konnte er sich laut der Gerichte nicht auf die Ausübung des Vorpachtrechts berufen. "Damit für die Stadt Münster keinerlei Nachteile entstehen, haben wir bereits im Wettbewerbsverfahren zugesichert, sie rechtlich und finanziell von allen Risiken freizustellen", bekräftigte Daniel Wall.

Key-Facts für den Wall-Konzern:

  • Internationaler Stadtmöblierer und Außenwerber in sechs Ländern und über 50 Metropolen und Großstädten, u.a. in Berlin, Boston, Budapest, Düsseldorf, Istanbul und Sofia

  • Innovative Stadtmöbel in höchster Designqualität, 28 verschiedene Designlinien

  • Maßgeschneiderte Lösungen durch eigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum

  • Höchstes Qualitätsniveau durch eigene Produktion, Wartung und Reinigung

  • Intelligente Außenwerbung an 54.000 leistungsstarken Werbeflächen und an 3.110 Transportmitteln, wie Tram, Bus, U-Bahn und LKWs

  • Hohe Vermarktungskompetenz durch nationales und internationales Salesteam in zehn Verkaufsbüros

  • Vermarktungsportfolio in Deutschland: 26 Großstädte, AirportNet, ShoppingNet, Leipziger Hauptbahnhof, Berlinale, bluespot, RollAd auf der Autobahn und Transport Media in Berlin incl. aller U-Bahn-Stationen

  • Inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen, mehrheitlich in Familienbesitz Umsatz 2007: 152,4 Mio. Euro, Mitarbeiter: 691

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