09/09/2010 | Company

Wall AG weiht zwei neue Gedenkorte des Künstlers Ronnie Golz ein

Informationstafeln in Mariendorf und Zehlendorf erinnern an Lager für jüdische Displaced Persons (DPs)

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In Kooperation mit dem Künstler Ronnie Golz hat die Wall AG zwei weitere Gedenkorte in Berlin eingerichtet. In zwei Bus-Wartehallen an der Mariendorfer Skutaristraße sowie an der Haltestelle in der Zehlendorfer Kurstraße erinnern seit heute Tafeln an die von 1946 bis 1948 hier errichteten Lager für jüdische Displaced Persons (DPs). Die Pressesprecherin der Wall AG, Frauke Müller, Ronnie Golz und der Bezirksbürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band, enthüllten heute Vormittag an der Skutaristraße gemeinsam eine der drei neuen Gedenktafeln.

Seit 1998 unterstützt der Berliner Stadtmöblierer und Außenwerber Wall den Künstler Ronnie Golz bei seiner Kunstprojekt-Reihe „Gedenkorte“. Bereits an acht Standorten in Berlin wurden seitdem Tafeln zur Erinnerung an die Geschichte und die Schrecken des Dritten Reichs eingerichtet. Bus-Wartehallen werden dabei in Gedenkorte umgewandelt. Die Wall AG stellt nicht nur die Stadtmöbel zur Verfügung, sondern übernimmt auch die laufenden Kosten für die Gestaltung, die Produktion sowie Pflege der Informationstafeln. Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG: „Für mich ist bei diesem Projekt besonders, dass die Erinnerung an die Geschichte und die Verbrechen der NS-Zeit mitten in unseren Alltag, in den öffentlichen Raum, transportiert wird und die damit verbundene Botschaft so eine sehr hohe Anzahl an Menschen erreicht. Wir danken hier Ronnie Golz für sein herausragendes Engagement und stehen ihm weiterhin als Partner zur Seite.“ Für das Sponsoring dieses Projekts wurde die Wall AG im Jahr 2007 mit dem Deutschen PR-Preis ausgezeichnet.

Zwischen Januar 1946 und August 1948 wurden von der Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen UNRRA Lager für jüdische Displaced Persons eingerichtet. Bedingt durch die schlechte wirtschaftliche Lage und antisemitische Pogrome in Polen, begann im Herbst 1945 ein starker Zustrom von jüdischen Überlebenden der Schoah nach Berlin. Um diesen Menschen ein vorübergehendes Zuhause zu bieten, wurden im Laufe des Jahres 1946 in den Westsektoren von Berlin drei Lager eingerichtet: am Eichborndamm in Wittenau, an der Eisenacher Straße in Mariendorf und an der Potsdamer Chaussee in Zehlendorf. In diesen, durch einen bewachten Zaun von der deutschen Bevölkerung abgetrennten Lagern entstand für die Dauer von zwei Jahren jeweils eine selbstverwaltete „jüdische Stadt“ mit einer eigenen Polizei, eigenem Gerichtsstand, vielen Kultureinrichtungen, Synagogen, einer Schule und einem Kindergarten. Zu Beginn der sowjetischen Blockade der Westsektoren am 24. Juni 1948 beschlossen die Westmächte, die drei DPs-Lager aufzulösen. Die Bewohner wurden mit „Rosinenbombern“ ausgeflogen, die auf dem Rückflug von West-Berlin nach Westdeutschland ohne Fracht waren.

Gabriel Heim, ehemaliger Programmdirektor des rbb, berichtete in seinem 2009 vorgestellten Dokumentarfilm „Transit Berlin“ von Zeitzeugen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in einem der drei DPs-Lager untergebracht waren. Aus den Arbeiten zu diesem Film entstand die Idee für die neuen Gedenkorte. Ronnie Golz unterstützte Heim bei seiner Recherche zum Film und bei seinen Dreharbeiten. Beide entdeckten in dieser Zeit die Standorte Skutaristraße und Kurstraße der ehemaligen DPs-Lager.




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